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Am Freitag um 8 Uhr starteten Helmut Schallhart und ich im Konvoi Richtung Westen. Zum ersten Mal für beide ging es an den Schluchsee. Wir hatten von unseren Seglerkollegen schon viel Gutes von diesem Revier gehört, und so war die Neugier noch größer für uns. Wir führen über die A13 in Richtung Vorarlberg, durch den Tunnel durch, und dann über die Rheintalautobahn bis nach Bregenz, und danach weiter am Bodensee entlang über Friedrichshafen. Kurz nach 14 Uhr erreichten wir, nach 2 eingelegten Pausen, den Schluchsee. Richtig romantisch, genau so wie beschrieben, lag er da, rundum in Wald eingebettet; die Sonne schien und eine leichte Brise wehte über den See. Wir hatten das Clubgelände kaum in Sicht, wurden wir schon freundlichst empfangen und erhielten die notwendigen Informationen wegen dem Schiffkranen, Wohnmobil abstellen und sonstiges.
Es dauerte nicht lange und unsere beiden Schiffe waren aufgebaut und im Wasser. Kaum damit fertig kam auch Stefan Moser mit seiner Monas „im Gepäck“ angereist.
Wir nutzten dann den Nachmittag noch ein wenig für einige Probeschläge auf diesem Gewässer. Am Abend kamen wir dann zum erstenmal in den Genuss der Schwarzwälder Gastfreundschaft. Mit ausreichend Bier und Wein konnten wir nach dem Abendessen rund um das legendäre Schluchsee Lagerfeuer das Wiedersehen in dieser Saison mit unseren anderen Segelkollegen feiern.
Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Seglerfrühstück, danach Anmeldung und sonstige Vorbereitungen. Um 12Uhr war eine kurze Regattabesprechung an der wir über die Gegebenheiten bei dieser Regatta und die sonstigen Besonderheiten des Schluchsees aufgeklärt wurden. 4 Wettfahrten waren für diesen Tag vorgesehen. Kurz nach 13Uhr gab es die ersten Startsignale. 35 Ponats (2 Mann Jolle, ungefähr gleich schnell wie die Monas) und 16 Monas waren am Start. Anfangs war der Himmel noch wolkenverhangen, aber es wurde zunehmend besser und die Sonne konnte sich durchsetzen.
Bei nicht immer leicht zu segelndem Wind in der Stärke von 1 bis 5 schafften wir an diesem Nachmittag die vorgesehenen 4 Wettfahrten. Hubert Pfeifle konnte an diesem Tag die Zwischenwertung für sich entscheiden. Stefan Moser, unser Favorit, lag jetzt am 4., Helmut Schallhart am 6. und ich am 8. Platz. An diesem Samstag Abend gab es nun das große Seglerfest mit Tanz und Disco in der Scheune.
Der Sonntag begann wieder mit dem Seglerfrühstück. Für 10 Uhr war der erste Start angesagt.
Die Wolken hingen an diesem Vormittag schon sehr tief. Die erste Wettfahrt schafften wir noch im Trockenen aber dann kam sie, die angekündigte Regenfront mit Starkwindböjen.
Aber wie heißt es beim Segeln: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Die zweite Wettfahrt an diesem Tag wurde gleich nach dem Durchzug der stärksten Front gestartet. Da sah man dann wieder die Stärke der Monas. Sicher mehr als 1/3 der Ponatssegler ging unfreiwillig baden, wir mit unserer Monas hatten mit diesen Böjen gar kein Problem. Nach dieser Wettfahrt segelten wir wieder in den Hafen für eine kurze Mittagspause und für alle mit nicht passender Kleidung, sich wieder aufzuwärmen und zu trocknen.
Das Wetter wurde zunehmend besser und entwickelte sich zu strahlendem Sonnenschein. So ging es gegen 15 Uhr wieder auf s Wasser um die 2 restlichen Wettfahrten abzuwickeln.
Die Windstärke schwankte zwischen 1 und 3 und der Wind drehte sehr schnell und stark. Aber auch solcher Wind will gesegelt werden. Gegen 18 Uhr hatten wir auch die für diesen Tag geplanten 4 Wettfahrten im Kasten. Vom Ergebnis hatte sich nach diesem Tag einiges verändert. Nach diesen gesamt 8 Wettfahrten wurden auch die 2 Streicher aktiv und so konnte jeder 2 Ausrutscher aus der Wertung nehmen. Stefan Moser hatte jetzt die Gesamtführung übernommen. Mit einem 2. und dem Sieg in der letzten Wettfahrt konnte ich mein Gesamtergebnis auf den 5. Platz verbessern. Helmut Schallhart belegte jetzt den 7. Rang.
An diesem Abend wurden wir mit einem mehrgängigen Menü im Seglerhof verwöhnt. Am späten Abend hat es dann begonnen sich richtig einzuregnen und so begann auch der Montag.
Außentemperatur 4 Grad, Regen und kaum Wind. So starteten wir nach dem Frühstück mit dem Auskranen und Verladen der Boote. Zu Mittag gab es dann Preisverteilung, die mit einer Tombola und einem Kuchenbuffet abgeschlossen wurde. Dann ging es wieder auf die Heimreise. Der Segelkameradschaft Freiburg darf man für diese tolle Veranstaltung recht herzlich gratulieren.
Euer Hubert Angerer
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